Welpe dreht durch?

Die 5 häufigsten Welpen-Problemverhalten und wie du sie sofort löst

Ein neuer Welpe zieht ein und plötzlich steht die Welt kopf.

Zwischen süßen Kuschelmomenten liegen oft zerkratzte Hände, schlaflose Nächte und die Frage:

„Mache ich in der Welpenerziehung alles falsch?“

Keine Sorge – was im Alltag oft wie ein tief sitzendes Welpen-Problemverhalten aussieht,

ist für einen jungen Hund ein völlig normales Entwicklungsstadium.

Wenn dein Welpe durchdreht, liegt das meist an fehlender Orientierung oder Reizüberflutung.

In diesem Ratgeber erfährst du, wie du die fünf größten Hürden

im Welpenalltag meisterst und deinen Hund spielend leicht verstehst.

Problem 1:

Welpe beißt in Hände und Füße – So baust du die Beißhemmung auf

Viele frischgebackene Hundeeltern sind verzweifelt:

Der Welpe beißt in Hände, Füße oder Hosenbeine und lässt einfach nicht mehr locker.

Wichtig zu wissen:

Das ist kein Zeichen von Aggression!

Welpen erkunden ihre Umwelt mit dem Maul und müssen das sanfte Dosieren ihrer Zähne erst mühsam erlernen.

Wenn du deinem

Welpen die Beißhemmung beibringen

möchtest, ist ein klares und konsequentes Handeln gefragt.

Die Lösung gegen das Welpen-Beißen

Alternative anbieten:

Sobald die spitzen Welpenzähne deine Haut berühren, sagst du ein klares, ruhiges Abbruchsignal wie

„Nein“ und bietest sofort ein geeignetes Kauspielzeug an.

Das Spiel einfrieren:

Ignoriert der Hund das Spielzeug, brichst du die Interaktion sofort ab.

Drehe dich weg und verschränke die Arme.

Raum verlassen:

Hilft das Ignorieren nicht,

verlässt du für 30 bis 60 Sekunden den Raum.

Dein Welpe lernt so blitzschnell:

„Zähne an Menschenhaut bedeuten das sofortige Ende von Aufmerksamkeit und Spaß.“

Problem 2:

Welpe dreht abends hohl – Reizüberflutung und die „wilden 5 Minuten“

Alternative anbieten:

Es passiert meistens in den Abendstunden:

Der Welpe dreht abends hohl, rennt wie von der Tarantel gestochen durch die Wohnung,

bellt Gegenstände an und knurrt seine Decke an.

Viele Besitzer denken nun an ein extremes Problemverhalten beim Welpen.

Die Wahrheit ist jedoch:

Dieses Verhalten ist fast immer ein Zeichen von akuter Übermüdung und Stress.

So bringst du den überdrehten Welpen zur Ruhe

Welpen benötigen bis zu 20 Stunden Schlaf am Tag!

Können sie die Eindrücke des Tages nicht verarbeiten, überdrehen sie genau wie ein müdes Kleinkind.

Reize drastisch reduzieren:

Fahre das Licht herunter, schalte den Fernseher leiser und beende jede Form von wildem Actionspiel.

Kauen beruhigt das Nervensystem:

Gib deinem Hund etwas Sicheres zum Kauen

(z. B. eine geeignete Kauwurzel)

Das Kauen baut nachweislich Stress ab und senkt den Puls.

Welpengitter oder Welpenbox nutzen:

Gewöhne deinen Vierbeiner positiv an einen begrenzten Ruhebereich.

Oft schlafen überdrehte Welpen dort innerhalb weniger Minuten ein,

weil sie nicht mehr die gesamte Umgebung kontrollieren müssen.

Problem 3:

Welpen stubenrein bekommen – Das Drama mit den Pfützen

Ihr wart gerade eine halbe Stunde draußen, der Hund hat nichts gemacht

und kaum steht ihr wieder im Wohnzimmer,

läuft es auf den Teppich?

Das Thema Welpen stubenrein bekommen kostet oft die meisten Nerven.

Die Blase eines jungen Hundes ist winzig und die Muskeln zur Kontrolle

sind erst ab der 14. Lebenswoche voll entwickelt.

Der Fahrplan für die Stubenreinheit beim Welpen

Der eiserne Rhythmus:

Bringe deinen Welpen anfangs alle 1,5 bis 2 Stunden nach draußen.

Zusätzlich gilt die Faustregel:

Immer sofort nach dem Schlafen, nach dem Fressen, nach dem Trinken und nach dem Spielen.

Keine Strafen bei Missgeschicken:

Erwischst du den Welpen in flagranti, bringst du ihn wortlos nach draußen.

Findest du eine Pfütze nachträglich, wische sie kommentarlos mit einem Enzymreiniger weg.

Schimpfen erzeugt nur Angst,

wodurch sich der Hund künftig heimlich hinter dem Sofa löst.

Loben im richtigen Moment:

Wenn das Geschäft auf der Wiese verrichtet wird, feierst du eine riesige Party und gibst ihm ein besonderes Leckerli.

Problem 4:

Der Staubsauger-Modus – Welpe frisst alles vom Boden

Ob Zigarettenkippen, Taschentücher, Steine oder unidentifizierbarer Müll

der Welpe frisst alles vom Boden, was ihm beim Spaziergang vor die Nase kommt.

Dieses vermeintliche Welpen-Problemverhalten ist ein natürlicher Erkundungsdrang,

kann im Ernstfall durch Giftköder jedoch lebensgefährlich werden.

Tauschgeschäft statt Panik auf dem Spaziergang

Niemals hinterherrennen:

Wenn du panisch hinter deinem Hund herjagst, denkt er, es sei ein tolles Fangspiel.

Im schlimmsten Fall schluckt er die Beute aus Angst vor dem Verlust noch schneller herunter.

Das Tausch-Prinzip etablieren:

Biete deinem Hund immer ein besseres Tauschobjekt an, als er gerade im Maul hat.

Zeige ihm ein Stück Fleischwurst oder ein absolutes Lieblingsspielzeug.

Sobald er den ungesunden Gegenstand fallen lässt, bekommt er die Belohnung.

Das „Aus“-Signal spielerisch aufbauen:

Trainiere das kontrollierte Ausspucken zuerst in einer reizarmen Umgebung zu Hause

mit seinen eigenen Spielzeugen, bevor du es draußen im Alltag anwendest.

Problem 5: Welpe jaulend alleine lassen – Verlustangst richtig abbauen

Hunde sind von Natur aus Rudeltiere.

Für einen frisch eingezogenen Welpen bedeutet das Alleinesein in einer völlig fremden Umgebung Instinkttod.

Deshalb zeigt sich das Problemverhalten beim Welpen oft dadurch,

dass er jault, winselt oder an der Tür kratzt, sobald du auch nur kurz das Badezimmer betrittst.

So lernt dein Welpe das Alleinebleiben in Mikroschritten

Kein Drama beim Gehen und Kommen:

Gehe ein und aus, ohne dich groß vom Hund zu verabschieden oder ihn bei der Rückkehr überschwänglich zu begrüßen.

Es muss absolute Normalität werden, dass du dich wegbewegst.

Die Sekundentaktik nutzen:

Schließe die Zimmertür für genau 3 Sekunden.

Öffne sie wieder, bevor der Welpe zu jaulen beginnt.

Steigere diese Zeitspanne über Tage hinweg ganz langsam auf 10 Sekunden, 30 Sekunden

und schließlich auf wenige Minuten.

Körperliche Distanz im selben Raum:

Nutze ein Welpengitter im Wohnzimmer.

So lernt dein Hund, in seiner eigenen Komfortzone zu entspannen,

ohne dir permanent wie ein Schatten auf Schritt und Tritt folgen zu müssen.

Fazit: Geduld und Struktur sind der Schlüssel in der Welpenerziehung

Die Welpenzeit ist intensiv, emotional und manchmal auch anstrengend.

Die allermeisten Verhaltensweisen legen sich durch Konsequenz, Geduld und das richtige Hintergrundwissen in wenigen Wochen.

Du musst diesen Weg jedoch nicht alleine gehen und die Fehler mühsam selbst machen!

Bereit für einen entspannten Alltag mit deinem Hund?

Möchtest du einen strukturierten und leicht verständlichen Hundetrainingsplan

für deinen Welpen oder Junghund?

Willst du typische Fehler in der Welpenerziehung vermeiden

und die Bindung zu deinem Vierbeiner von Anfang an richtig stärken?

Erfahre in unseren professionellen Video-Anleitungen,

wie du die häufigsten Fehler im Alltag vermeidest und deinen Welpen schnell und ohne Stress stubenrein bekommst:

Dein digitaler Begleiter für Hundetraining, Erziehung und Alltag:

HEUTE FÜR 0 € STARTEN

Teste unsere App 14 Tage lang komplett kostenlos und unverbindlich.

Wenn du innerhalb der Testphase kündigst, entstehen absolut keine Kosten.

Danach kostet das Jahresabo nur 49,99 €

(das sind gerade einmal ca. 4,16 € im Monat!).

Jetzt 14 Tage kostenlos testen & Trainingsplan erhalten

„Hinweis:

Bei den Links zur App handelt es sich um Affiliate-Links.

Wenn du darüber ein Abo abschließt, unterstützst du meine Arbeit mit einer kleinen Provision – für dich bleibt der Preis natürlich exakt gleich!“